Lent: how can we progress in virtue?

 
In diesem kurzen Text erinnert Chiara Lubich daran, dass die Liebe zum Nächsten die beste Buße ist. Eine Anregung für die Zeit der Vorbereitung auf Ostern.

„Damit aus dem eigenen Leben eine „Heilige Reise“ wird und es so endet wie man es sich wünscht, braucht man – so heißt es in der „Nachfolge Christi“, einem geistlichen Buch reich an Spiritualität – einige sehr anspruchsvolle Qualitäten:  […] den brennenden Wunsch, in der Tugend voranzugehen; die Liebe zum Opfer; die Leidenschaft zur Buße; die Selbstaufgabe und die Fähigkeit, jede Widrigkeit zu ertragen…

Es sind Qualitäten, die auch wir benötigen. Wir müssen uns allerdings fragen: wie können wir sie uns gemäß unserer Spiritualität aneignen?

Die Antwort ist klar: wir sind von Gott nicht dazu berufen, dies alles durch ein monastisches und von der Welt getrenntes Leben zu verwirklichen.

Wir sind dazu berufen, mitten in der Welt zu bleiben und zu Gott durch den Nächsten zu kommen, durch die Liebe zum Nächsten und die gegenseitige Liebe. Wenn wir diesen einzigartigen Weg des Evangeliums gehen, wird unsere Seele wie durch Zauberhand durch all diese Tugenden bereichert […].

Das erreicht man mit der Liebe. Steht nicht geschrieben: „Ich eile voran auf dem Weg deiner Gebote, denn mein Herz machst du weit.“ (Ps 119, 32)? Wenn wir durch die Liebe zum Nächsten den Weg der göttlichen Gebote gehen, kommen wir vorwärts.

Es geht um die Liebe zum Opfer. Die anderen zu lieben bedeutet, sich selbst zu opfern, um sich dem Nächsten zu widmen. Die christliche Liebe ist Synonym von Opfer, auch wenn sie große Freude mit sich bringt.

Es geht um die Leidenschaft zur Buße. Wenn wir die Liebe leben, werden wir die beste und hauptsächliche Buße finden.

Es geht um die Selbstaufgabe. In der Liebe zu den anderen ist die Selbstaufgabe immer mit eingeschlossen.

Schließlich geht es um die Fähigkeit, jede Widrigkeit zu ertragen. Sind nicht viele Schmerzen in der Welt durch das Zusammenleben mit anderen verursacht? Wir sollten alle zu ertragen wissen und sie lieben aus Liebe zu Jesus dem Verlassenen. Dadurch werden wir viele Hindernisse des Lebens überwinden.

Ja, die Liebe zum Nächsten ist ein ausgezeichneter Weg, um aus unserem Leben eine „Heilige Reise“ zu machen […].“

Chiara Lubich, L’amore al fratello, a cura di F. Gillet, Città Nuova, Roma 2012, S. 77-79

(aus einem telefonischen Konferenzgespräch – Rocca di Papa, 27. November 1986)

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